Abbildung Zeitungsrolle

Stellungnahme des Studierendenwerks Bremen zur Studie „Studentisches Wohnen in Bremen und Bremerhaven“ des Instituts Arbeit und Wirtschaft (iaw)

Stellungnahme des Studierendenwerks Bremen zur Studie "Studentisches Wohnen in Bremen und Bremerhaven" des Instituts Arbeit und Wirtschaft (iaw)

Hauke Kieschnick, Geschäftsführer des Studierendenwerks Bremen sagt zur Studie "Studentisches Wohnen in Bremen und Bremerhaven": "Wir teilen viele Schlussfolgerungen des Instituts für Arbeit und Wirtschaft. Auch wir sehen die Entwicklung der Wohnsituation für Studierende als einen entscheidenden Faktor bei der zukünftigen Attraktivität Bremens als Studienort. Insbesondere in Nähe der Hochschule Bremen in der Neustadt benötigen wir daher bezahlbare Wohnplätze, wie sie nur das Studierendenwerk anbieten kann. Auch sind Investitionen in den teilweise veralteten Gebäudebestand dringend notwendig."

Neben dem Mietpreis, der Hochschulnähe und Anbindung an den ÖPNV wurde in der Studie der Zustand der Wohnung als eines der für Studierende wesentlichsten Kriterien genannt. 

"Dass Studierende die Hälfte ihres monatlich verfügbaren Budgets für die Miete ausgeben müssen, ist eine äußerst kritische Belastung. Bereits die 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zeigt, dass Studierende nach Abzug aller notwendigen Ausgaben für Wohnen, Nebenkosten und Studienmaterial am ehesten an der Ernährung sparen. Die Belastung durch hohe Mietkosten, einen weiten Anfahrtsweg und ähnliches kann im schlimmsten Fall zu einer Verlängerung des Studiums oder zu einem Abbruch führen. Investitionen in bezahlbaren Studentischen Wohnraum zahlen sich also gleich mehrfach aus und unterstützen die Studierenden dabei, ihr Studium erfolgreich zu beenden", so Kieschnick weiter.

Aktuell kann das Studierendenwerk Bremen 6,28% der Studierenden im Bundesland Bremen einen Wohnheimplatz anbieten. Entgegen des Studienergebnisses ist diese Wohnform bei Mieterinnen und Mietern des Studierendenwerks Bremen weiterhin sehr beliebt. Diese Diskrepanz erklärt sich ggf. dadurch, dass Studierende in teuren privaten Wohnheimen, die ebenfalls Bestandteil der Studie sind, dort aufgrund der Miethöhe weniger zufrieden sind. Während Studierende auf dem freien Wohnungsmarkt vornehmlich Wohngemeinschaften nachfragen, geht der Trend im Studierendenwerk Bremen bereits seit Jahren zu Einzelapartments, auch wenn weiterhin Plätze in Wohngemeinschaften angeboten und auch nachgefragt werden.